24 Stunden in Havanna, Kuba

Oh, Havanna! Von allen Städten, die ich während meiner Kuba-Reise besucht habe, hat mir Havanna mit Abstand am besten gefallen – so sehr, dass ich am Ende meiner Reise zurückgekommen bin, um zwei weitere Tage in Kuba’s Hauptstadt zu verbringen. Seht hier, was ich während meines Aufenthalts in Havanna alles erlebt habe und lasst euch für eure nächste Reise inspirieren:

Die Aussicht von meinem AirBnB Zimmer in Havanna.

7:00 AM

Dank dem üblichen Jetlag bin ich viel zu früh aufgewacht und konnte natürlich nicht wieder einschlafen. Das mag vielleicht aber auch daran gelegen haben, dass ich direkt von meinem Bett aus einen wunderschönen Sonnenaufgang über Havanna beobachten konnte. Auf dem Bild oben könnt ihr die Aussicht von meinem AirBnB-Zimmer aus sehen, dem Casa Las Idilias. Ja, seit 2015 gibt es auf der Insel auch AirBnB, aber das mit der Internetverbindung auf Kuba ist eine andere Story…Wenn ihr euren Kuba-Trip in Havanna startet, dann kann ich euch dieses Casa besten Gewissens empfehlen – die beiden Gastgeber Osniel und Yislen sind super freundlich und helfen, wo sie nur können. Pluspunkt: Osniel spricht Englisch, was auf Kuba ziemlich selten der Fall ist!

Churros & Granma, die offizielle Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas.

9:00 AM

Mit einer Tüte voller leckerer Churros in der Hand, die liebevoll von einem Kubaner zubereitet werden (der mich irgendwie an den jungen Obama erinnert),  starte ich in den Tag und schlendere durch Havana Vieja’s Gassen.

Das Capitolio war bis kurz nach der Kubanischen Revolution 1959 der offizielle Sitz der Regierung.

10:30 am

Zeit für ein bisschen Sightseeing! Los geht’s am Kapitol, von dort aus laufe ich zum Plaza Vieja. Obwohl das Design stark an das Kapitol in Washington erinnert, handelt es sich dabei um keine Kopie. Bis in die 1950er war das Kapitol das höchste Gebäude in Havanna.

Plaza Vieja
Eine kubanische Dame sitzt am Plaza Vieja und verkauft ihre Waren an Touristen.

12:00 PM

Plaza Vieja war einst der Schauplatz von Hinrichtungen, Stierkämpfen und wilden Fiestas – alles fand unter der genauesten Beobachtung der reichsten Bürger Havannas statt, die die Spektakel von ihren Balkonen aus genossen.

El Floridita, eine von Ernest Hemingway’s Lieblingsbars in Havanna.
Hey, Ernest, Lust auf ’nen Drink?

1:30 PM

Mi mojito en La Bodeguita, mi daiquirí en El Floridita.

Ich gebe zu, El Floridita ist einer der klassichen Touri-Hotspots, aber als Fan von Ernest Hemingways Literatur konnte ich mir die Bar einfach nicht entgehen lassen! Hemingway besuchte die Bar häufig für ein paar Drinks und jetzt kann ich auch nachvollziehen, warum – die Daiquirís sind, obwohl recht teuer im Verhältnis zu anderen Bars in Havanna – phänomenal! Die Bar bietet gefühlt tausend verschiedene Daiquirí-Geschmacksrichtungen an. Ich habe mich letztendlich für den Bananen-Daiquirí entschieden, welcher sich als sehr gute Wahl herausstellte! Außerdem werden gesalzene Bananenchips zu den Drinks gereicht – yummy!

3:00 PM

Auf zum Malecón! Langsam schlendere ich entlang Havannas berühmter Uferpromenade, die sich 8 km die Küste Havannas entlangschlängelt. Mit einem guten Buch in der Hand (warum nicht zum Beispiel Ernest Hemingways Der Alte Mann und das Meer?) könnte ich mich hier stundenlang ausruhen und aufs Meer starren – Sightseeing macht mich immer so platt!

6:00 PM

Ich gehe zum Terminal de Ferris in der Avenida del Puerto und nehme die Fähre nach Casablanca. Von dort aus bin ich in ein paar Minuten an der riesigen Christus Statue und komme gerade rechtzeitig, um den grandiosen Sonnenuntergang über Havanna zu bestaunen. Von dort aus geht’s dann nur noch ein kleines Stückchen weiter bergauf zur Festung El Morro.

9:00 PM

Jeden Abend um 21 Uhr findet eine Kanonenschuss-Zeremonie in der Festung statt (und obwohl ich wusste, dass es gleich passieren würde, bin ich ein bisschen zusammengezuckt, da ich irgendwie nicht erwartet hatte, dass es SO laut werden würde…). Um auf die Festung zu kommen, müssen Touristen (sprich, alle Nicht-Kubaner) 8 CUC zahlen, was im Verhältnis zu den 8 CUP, die die Locals zahlen, ziemlich teuer ist. Dennoch lohnt es sich, das kleine Spektakel anzuschauen und der atemberaubende Blick über das nächtliche Havanna ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen.

Die Bar des Havana Club Rum Museums.

10:30 PM

Der Tag ist noch längst nicht vorüber! Auf geht’s zum Museo del Ron Havana Club (die Tour empfehle ich aber nicht unbedingt – mit 7 CUC ziemlich teuer und am Ende doch ziemlich enttäuschend). Aber ein nettes Plätzchen, um sich einen Mojito zu gönnen und kubanischen Rhythmen zu lauschen. Oh, etwas Interessantes habe ich während der Tour im Museum doch gelernt: Jedes Mal, wenn eine neue Flasche Rum geöffnet wird, schüttet der Barkeeper den ersten Schluck mit dem Satz „por los santos“ (für die Heiligen) auf den Boden.

Falls ihr herausfinden wollt, ob uns unser Guide im Havana Club Museum die Wahrheit erzählt hat, geht ins El Dandy und seht selbst. Übrigens: Im El Dandy gibt es meiner Meinung nach die besten Cocktails in Havanna! Heute noch nichts gegessen? Dann unbedingt die Pulled Porked Tacos probieren, die waren genial!

Was habt ihr während eures Aufenthalts in Havanna alles erlebt? Wo habt ihr gegessen/geschlafen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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